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Chronologie der Schulsanierung im Sommer 2011


Alles muss raus
Nach der letzten Lesewerkstattwoche im Schuljahr 2010/11 wurden alle Lehr- und Lernmittel sortiert oder aussortiert, geputzt und fein säuberlich verpackt. Täglich leerten sich die Klassenzimmer um die Dinge, die wir zum Schulschluss nicht mehr unbedingt benötigen würden. Dabei wollten die Kinder am vorletzten Schultag noch bei den letzten Kleinigkeiten mithelfen und trugen gemeinsam mit uns Lehrerinnen die restlichen Utensilien in den Turnraum, der zuerst nur als Lagerraum für die Schulsachen dienen sollte, aber dann im Zuge der Umbauarbeiten auch zum Lagerraum des Installateurs wurde. Den Zeugnistag in der leeren, kargen und unfreundlich wirkenden Klasse zu verbringen, war eine „interessante“ Erfahrung für uns alle, aber die Vorfreude auf die „neue Schule“ überwog dennoch ganz klar.

Jetzt mussten nur noch alle alten Möbelstücke an den richtigen Ort. Dabei bekam ich große Unterstützung von einigen Vätern, dem Bürgermeister und dem Gemeindesekretär. Alle Möbelstücke waren von mir bereits mit Kärtchen versehen und vorsortiert und etwa eine halbe Stunde nach der Zeugnisvergabe stand auch schon der LKW nach Albanien auf dem Schulhof parat. Die Schulmöbel samt Schultafeln und Lehrerpulte verluden wir in den LKW, der sich sogleich auf den Weg in eine Schule nach Albanien machte. Die von mir privat organisierten noch brauchbaren Regale bekamen ihre neuen Plätze im Kindergarten, in den Werkräumen und im Dachgeschoss, um sie dort sinnvoll weiterzuverwenden. Nur einige wenige unbrauchbare bzw. desolate Stücke landeten im Container. Ein paar Stunden später schon waren die Räume komplett leer. Die Sanierungsarbeiten konnten demnach am ersten Ferientag pünktlich beginnen.

Die 1. Ferienwoche
Am Montag zogen gleichzeitig die Elektriker, die Glaser, der Installateur und die Trockenbauer ein, während ich in der Direktion mit einer Baulampe als Lichtquelle und unter einer Abdeckplane sitzend das Schuljahr abschloss und mit den Arbeiten für das nächste Schuljahr begann. Rundum wurde gehämmert, gebohrt, gesägt und innerhalb kürzester Zeit glichen die Räume und auch meine Direktion, die aus Kostengründen bis auf die Zwischenwand im Originalzustand bleiben sollte, um für die Klassenzimmer alle Wünsche möglich zu machen, einer einzigen Staubwüste. Ich kann wirklich sagen, dass dies eine äußerst spektakuläre Erfahrung für mich war und mir auf ewig in Erinnerung bleiben wird – einfach unglaublich!

Die 2. Ferienwoche
Nach einer Woche waren alle Fenster im Schulgebäude bereits mit einer Dreifachverglasung und neuen Rahmenleisten versehen. Die Trockenbauer hatten die Lochdecken in den drei Räumen samt Schallschutzisolierung bereits montiert und die Zwischenwand zwischen Direktion und Klassenzimmer, die abgerissen worden war, wurde bereits wieder neu aufgebaut. Auch der Installateur war mit seinen Vorarbeiten fertig und es konnte hinter den zukünftigen Heizkörpern isoliert werden. Und die Elektriker, die legten nach wie vor meterweise neue Kabelkanäle durch das ganze Haus.

Die 3. Ferienwoche
Während die Elektriker mit dem Einbau der neuen LED Lampen begannen und nach und nach den riesigen neuen Stromkasten im Kellergeschoss aufbauten, war der Installateur mit den alten Heizungsrohren und dem Anschluss der Schulräumlichkeiten an unsere Hackschnitzelheizung vor allem im Keller beschäftigt. Und wie es eben bei Sanierungsarbeiten so ist, brachten die alten Mauern einiges zum Vorschein, womit keiner wirklich gerechnet hatte. Auch die Direktion hatte die dreiwöchigen Umbauarbeiten nicht so gut überstanden wie ursprünglich geplant. Der Boden war so ramponiert, dass kurzerhand beschlossen wurde, auch hier einen neuen Boden zu verlegen. Was im ersten Moment ein großer Schrecken war, - alle Unterlagen und Möbel in kürzester Zeit inmitten der ganzen Bautätigkeiten auszuräumen und noch möglichst sauber irgendwo zu lagern, schien alleine nämlich kaum machbar – entpuppte sich am Ende aber als lösbar und gereichte zur großen Freude aller, denn damit wurde auch dieser Raum um einiges aufgewertet.

Die 4. Ferienwoche
Am Anfang der vierten Umbauwoche schien das Chaos auf der Baustelle vorerst perfekt. Alles schien noch halbfertig, überall hingen Drähte aus den Wänden, es gab noch immer keinen Strom, die Heizungsrohre nahmen nur langsam Formen an, aber nur im unteren Stock und das alles, obwohl der Maler und der Bodenleger sich bereits ankündigten. Auch die anderen Räumlichkeiten litten doch mehr unter der Generalsanierung als geplant und das Zeitmanagement sagte uns Halbzeit an. Doch alle Handwerker kommunizierten wirklich großartig miteinander und mit meiner täglichen Anwesenheit ging es doch so voran, dass sowohl die Bodenleger als auch die Maler mit der Arbeit beginnen konnten.

Die 5. Ferienwoche
Das Chaos lichtete sich dann doch schneller als gedacht. In dieser Woche wurde die Zwischenwand zur Direktion bis auf die so wichtige Tageslichtquelle – ein Sicherheitsglas - fertiggestellt, der Parkettboden wurde in allen Räumen verlegt, der Maler strich Wände und Decken mit einem ersten Anstrich an und sowohl im Schulhaus als auch auf dem Schulhof wurden Bauschutt, Holz und andere Abfälle entsorgt. Wenn man sich nun die Räumlichkeiten betrachtete, bekam man schon eine Ahnung davon, was einen erwarten könnte, wenn die Arbeiten beendet sein würden. Die Vorfreude darauf war wirklich riesig.

Die 6. Ferienwoche
Jetzt beendete der Maler seine Arbeiten im Obergeschoss. Die ehemals knallblauen Türstöcke wurden dezent umlackiert, die Fensterrahmen lasiert und die Decken und Wände erhielten ihren finalen Anstrich. Auch der Bodenleger versiegelte den Parkettboden und montierte die Fußleisten. Nachdem ich die Lehr- und Lernmittel aus dem Untergeschoss wegen des ganzen Baustaubs erneut gereinigt hatte, konnten sie nun wieder in den Klassenzimmern gelagert werden. Das schaffte im Untergeschoss Platz für die letzten Arbeitsschritte und würde den Einzug am Ende etwas beschleunigen, da es noch genug Reinigungsarbeiten geben würde. In die Direktion konnte ich nur zum Teil wieder einziehen, da einige Rollschubladen noch angepasst werden mussten und der Wandschrank der Zwischenwand noch fehlte. Aber den restlichen Raum konnte ich säubern und glücklicherweise wieder ohne jede Abdeckplane mit der Arbeit für das neue Schuljahr starten. Ein tolles Gefühl in schon recht gemütlicher Atmosphäre. Das Untergeschoss jedoch war nach wie vor eine Großbaustelle.

Die 7. Ferienwoche
In dieser Woche wurde es sehr viel ruhiger im Haus. Kleine Endmontagen im oberen Stock waren zwar fällig und der Tischler lieferte die Einbauschränke, doch irgendwie schien nach dem ganzen „Gewusel“ zuvor alles still zu stehen. Also nutzte ich die Zeit, um alle Pflanzen zu waschen, das Ledersofa für das Klassenzimmer zu reinigen und täglich auf der Baustelle für Ordnung zu sorgen. So war es mir auch möglich immer mehr Sachen aus dem Keller nach oben zu transportieren, denn schließlich sollte in einer Woche alles fertig sein und dann würde nicht mehr viel Zeit bleiben. Doch es ging sehr langsam voran und ich zweifelte kurz, ob ich das alles noch schaffen würde.

Die 8. Ferienwoche
Während im Kellergeschoss der Installateur seine Arbeiten beendete, besserten die Maler die Wände aus und verpassten ihnen einen ersten Anstrich. Im Obergeschoss baute der Tischler den Waschtisch ein und passte die Einbauschränke in den drei Räumen an. Außerdem wurden die wunderbaren Holzmöbel angeliefert und bereits Mitte der Woche kündigten sich die Monteure an, die dann gemeinsam mit mir alle Möbel, Korkwände, Whiteboards, Regale, Garderoben, Tafeln etc. zusammenbauten, aufhingen oder am richtigen Standort an die Wand montierten. So konnte ich das Wochenende bereits zum Putzen der Möbel und Einräumen der Lehr- und Lernmittel nutzen. Ich bekam zum ersten Mal das Gefühl, dass sich all die investierte Zeit und all die Bemühungen lohnen würden.

Die 9. Ferienwoche
Hier nutzte ich den ersten Tag der Woche dafür noch einige nützliche Sachen zu besorgen, die den Räumen noch fehlten. Es standen unter anderem ein Erste-Hilfe-Kasten, ein paar Magnettafeln für die Direktion, Hocker als Steighilfen, Papierkörbe und Materialkisten auf meinem Einkaufszettel. Nach diesen Besorgungen ging es weiter frisch ans Werk, denn im Untergeschoss waren die Räumlichkeiten noch gar nicht gereinigt. Doch nach und nach wurde ein Zimmer nach dem anderen gesäubert und wieder eingerichtet, wobei sich die „alten“ Möbel in den Werkräumen als Stauraum wunderbar in das Raumbild einfügten und man sich gleich wohlfühlen konnte. Und noch während ich im Kellergeschoss beschäftigt war, kamen auch die lang ersehnten Schülertische und Sessel und die Lehrerpulte an, die dann die Klassenzimmer komplettierten. Pünktlich am Sonntag vor Schulanfang war also „alles“ (Kleinigkeiten fehlten noch, die aber den Schulbeginn in keinster Weise beeinflussten!) fertig geworden. Ich fühlte mich schon sehr wohl in den neuen Räumlichkeiten und nun wartete ich tags darauf gespannt auf die Reaktionen der Kinder.

Der Einzug
Am ersten Schultag 2011 kamen die Kinder wie gewohnt morgens um 8 Uhr mit Sack und Pack in die Schule. Und wir fanden gleich für all ihre Sachen einen neuen Platz in der sanierten Schule. Auch viele Eltern fanden sich wie auch sonst immer ein und zeigten sich begeistert von der gelungenen Sanierung. Die Kinder aber fühlten sich gleich wie „zu Hause“ und das war wohl das schönste Kompliment für die Schule. Es dauerte dann noch einige Zeit, bis sie wirklich alles Neue entdeckten, denn so ein erster Schultag ist immer schon aufregend genug. Doch es blieb bei diesem positiven Eindruck. Wir fühlen uns in den Schulräumen auch heute noch sehr wohl und wir versuchen alle auf die schönen neuen Sachen aufzupassen, damit sie uns noch sehr lange erhalten bleiben. Die Freude über die neue Schule brachten wir dann auch unserem Bürgermeister zum Ausdruck und überraschten ihn kurz nach Schulanfang mit einem selbst gebastelten Bild und einem selbst gedichteten Lied in seinem Büro. Alfons Rädler fand diese Überraschung mehr als gelungen und das Bild ziert auch heute noch sein Büro. (HIER MEHR!)

In den Herbstferien 2011
Den Eingangsbereich zur Schule bzw. zur Gemeinde umzubauen, war in den Sommerferien nicht zu schaffen und auch nicht geplant. Darum wurden die Herbstferien dafür genutzt, sodass statt der großteils bereits kaputten Glasbausteine eine Panzerglasplatte eingelegt wurde, die dann von einem rutschfesten Gitter abgedeckt wurde. Außerdem wurde auch gleich die Schulhofmauer, die durch die Hanglage an einigen Stelle schon bröckelte, abgebaut und dann wieder neu aufgebaut. Danach wurde zur Straße hin noch ein wunderschöner Garten mit Blumen und Sträuchern angelegt.

Und dann geht doch noch etwas schief!
Manchmal läuft es vielleicht einfach zu glatt und dann gibt es eine böse Überraschung. In den Weihnachtsferien 2011 war ich wie üblich zum Arbeiten in die Schule gefahren. Bevor es wieder nach Hause gehen sollte, goss ich die Zimmerpflanzen und dabei entdeckte ich Bläschen an der Wand über dem neuen Waschbecken der Klasse. Es stellte sich heraus, dass ein Verbindungsstück der Wasserleitung schadhaft war und wahrscheinlich schon seit Wochen tröpfchenweise Wasser ins Mauerwerk gelangte. So war die darunterliegende Decke des Turnraumes über einige Quadratmeter komplett vollgelaufen. Glücklicherweise befand sich das kaputte Teil direkt hinter dem Wasserhahn und so konnte der Schaden rasch behoben werden, auch wenn das Klassenzimmer und der Turnraum noch über mehrere Wochen mit Trockengeräten ausgerüstet waren.

Aber am Ende wird alles gut!
Darum gibt es hier noch ein paar Bilder der Schulräumlichkeiten nach den Sanierungsarbeiten im Sommer 2011. Und wer wissen will, wie es gerade jetzt bei uns so ausschaut, der kann sich gerne im aktuellen Schuljahr unter dem LINK „Durchs bunte Schuljahr“ informieren.

©Volksschule Eichenberg 2008 Letztes Update dieser Seite:
29. August 2014