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Lautlesetandems

Seit Februar 2013 ist die Methode des Lautlesetandems Teil des Leseunterrichts an unserer Schule. Ursprünglich wurde dieses spezielle Lautleseverfahren für die 3. und 4. Schulstufe und für die sechste Stufe mit schwachen Leseschülern konzipiert. Lautlesetandems verfolgen das Ziel die Leseflüssigkeit zu fördern und somit das Textverständnis zu verbessern. Da wir in unserer Kleinschule aber jeden Tag aufs Neue daran arbeiten immer alle ins Boot zu holen, schien die Einführung des Lesetandems geradezu perfekt, um alle Schulstufen daran teilhaben zu lassen. Und wie funktioniert ein Lesetandem? Im folgenden Abschnitt ist die Theorie grob zusammengefasst nachzulesen:

 

  • Die Kinder der 2. bis 4. Schulstufe erhalten einen altersgemäßen Lückentext, den sie sowohl so schnell wie möglich als auch inhaltlich korrekt lesen sollen. Danach kann man die Leseflüssigkeit jedes einzelnen Kindes ermitteln.
  • Nach der Auswertung des gelesenen Lückentextes können wir Lehrerinnen nun die Tandems zusammensetzen.
  • Jedes Tandem besteht aus zwei Kindern - einem Lesetrainer und einem Lesesportler. Diese beiden bilden nun gemeinsam für 10 Trainingseinheiten – sprich etwa 1 Monat lang – ein Lesetandem.
  • Sowohl Trainer als auch Sportler müssen nach bestimmten Trainingsregeln trainieren. Der Trainingstag, die Zeit und die Dauer des Trainings sind festgelegt – und zwar dreimal in der Woche (MO, MI und FR) jeweils um 8.00 Uhr für 15 min.
  • In vorangegangenen Unterrichtseinheiten wurde den Kindern die Zusammenstellung der Lesetandems bekannt gegeben und die Trainingseinheiten, die Trainingsbedingungen, die Regeln und die Trainingszeiten wurden gemeinsam erarbeitet.
  • In jeder Trainingseinheit lesen nun Sportler und Trainer einen kurzen Textabschnitt synchron und halblaut vor. Der Textabschnitt wird dabei mindestens viermal wiederholt. Dafür stehen den Kindern für die ersten zehn Trainingseinheiten von uns Lehrpersonen vorbereitete Trainingsbücher zur Verfügung. Wie oft der Text tatsächlich gelesen wurde, wird auf einer Evaluierungsliste vermerkt.
  • Es werden laut Trainingsregeln Fehler verbessert und natürlich auch viel gelobt.
  • Fühlt sich der Lesesportler sehr sicher mit seinem Text, so gibt er seinem Trainer das Zeichen, dass er alleine weiterlesen möchte. Dies ist bei uns an der Schule ein Energiestein, den der Sportler normalerweise während des Trainings in der Hand hält, aber als „Alleine-Lese-Zeichen“ legt er ihn auf dem Tisch ab. Dennoch lesen beide gemeinsam weiter. Nur der Trainer liest nun leise und der Sportler halblaut.
  • Nach den 15 Minuten Trainingszeit darf sowohl vom Trainer als auch vom Sportler die Trainingseinheit beurteilt werden. Diese Beurteilung wird begründet und ebenfalls auf dem bereits erwähnten Evaluierungsbogen vermerkt.
  • Nach den ersten 10 Trainingseinheiten wird den Kindern der 2. bis 4. Schulstufe erneut ein altersgemäßer Lückentext angeboten, um die Leseflüssigkeit jedes einzelnen Kindes neu zu ermitteln. Damit setzen wir dann die Lesetandems für einen weiteren Monat neu zusammen und die nächste Trainingsphase, die von uns Lehrpersonen variiert wird, kann beginnen.

Um dem Lesetraining eine motivierende Rahmenhandlung zu geben, wurde ganz bewusst ein Bezug zum Bereich des Sportes genommen. Wir Lehrerinnen haben sowohl den Teamgedanken als auch die soziale Verantwortung der Schüler gestärkt, damit sie das Training gewissenhaft uns regelmäßig durchführen wollen. Ein weiterer Anreiz ist die Abhaltung einer Lesemeisterschaft, die am 3. Vorarlberger Lesetag ihre Premiere fand. Mehr dazu HIER!

 

Ganz genau – du hast vollkommen Recht: Es hieß doch zu Beginn, dass alle Schulstufen eingebunden seien. Aber wo ist die 1. Schulstufe in dieser Zeit? Die 1. Schulstufe ist natürlich zu 100 Prozent in dieses Projekt eingebunden. Allerdings sind die Rahmenbedingungen und die Regeln an die Schulstufe angepasst:

 

  • Die Erstklässler bilden zusammen mit ihrer Lehrperson ein Tandem.

  • Der Trainer ist in diesem Fall immer der Lehrer.

  • Die Trainingseinheiten werden am gleichen Tag, zur gleichen Zeit und gleich lange durchgeführt wie in den übrigen Schulstufen.

  • Die Texte sind vom Lehrer ausgewählt und sind für die ersten Trainingseinheiten so aufgebaut, dass es ein Aufwärmtraining mit in Silben gegliederten Wörtern zu lesen gibt und dann erst den Text.

  • Gelesen wird zusammen an der Leinwand (Overheadprojektor, Beamer), wobei die Lehrperson den Zeigestab mitführt und natürlich ebenfalls halblaut mitliest. Die Leseübungen sind jedoch sehr vielfältig, abwechslungsreich und vor allem lustbetont. Da werden Lesebrillen eingesetzt, mit „Kängurusprüngen“ oder rückwärts gelesen, geklatscht oder gestampft und vieles mehr.

  • Selbstverständlich haben auch die Erstklässler einen Energiestein als „Alleine-Lese-Zeichen“ in der Hand. Jedoch muss der Text zumindest dreimal gelesen worden sein, bevor sie diesen einsetzen dürfen.

  • Schüler und Lehrer führen in der 1. Stufe ebenfalls einen Evaluierungsbogen und natürlich nehmen auch die Erstklässler an der Lesemeisterschaft teil.

 

©Volksschule Eichenberg 2008 Letztes Update dieser Seite:
8. August 2014