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"Rauf aufs Gebirge!"

Schon immer geht von unseren Bergen eine Faszination aus. Majestätisch ragen sie in den Himmel über Österreich. Sie zeigen uns, wie klein wir Menschen sind und lehren uns den Respekt vor der Größe der Natur. Sie stehen da als „unverrückbare“ Symbole einer heilen Welt. Die Alpen sind für Millionen Menschen beliebte Urlaubs- und Erholungsgebiete und für die Tiere und Pflanzen ein wichtiger Lebensraum. Dabei gehören die höheren Gebirgslagen zu den einsamsten und unwirtlichsten aller Lebensräume. Der Winter dauert hier länger als im Tiefland. Die Landschaft ist oft monatelang vom Schnee bedeckt. Zudem gibt es kaum Schutz vor den starken Winden. Die Luft ist trockener als im Tiefland und die Strahlungswärme der Sonne stärker. Nur sehr widerstandsfähige Pflanzen und Tiere können hier überleben. Da der Sommer so kurz ist, haben es die Pflanzen eilig. Kaum ist der Schnee geschmolzen, fangen sie an zu blühen und bringen schon bald darauf ihre Früchte hervor. Um sich gegen zu große Verdunstung und starken Wind zu schützen, sind die Pflanzen kleiner und nicht so hoch wachsend wie ihre Verwandten in den Niederungen. Dafür schmücken sie sich jedoch oft mit auffallend großen Blüten, einem besonders starken Duft oder sehr intensiven Farben. Damit versuchen sie die Aufmerksamkeit der wenigen Insekten zu erlangen, denn Bestäubung und Fruchtbildung ist ihr vorrangiges Ziel im Sommer. Auch an die Tiere, die im Gebirge leben, werden hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen unempfindlich gegen starke Temperaturschwankungen und trockene Luft sein. Sie müssen ohne den Schutz hoher Bäume auskommen, sich in tiefem Schnee zurechtfinden und sich auf felsigem Untergrund sicher bewegen können. Da wir Volksschüler jedoch keine Hochgebirgstouren mit unseren Lehrerinnen unternehmen, holten wir uns diesen Lebensraum so realitätsnah wie möglich ins Klassenzimmer und dann hieß es für alle gemeinsam: „Rauf aufs Gebirge!“

Der erste Werkstatttag stand thematisch im Zeichen der Entstehung unserer Berge. Wir beschäftigten uns im Anschluss mit den höchsten Bergen auf den verschiedenen Kontinenten, dem höchsten Berg Österreichs – dem Großglockner – und bauten den Piz Buin als Modell im Klassenzimmer nach. Dafür hatten wir selbst die „Felsen“ für die Bergspitze mitgebracht. Außerdem lernten wir weitere Tiere und Pflanzen des Hochgebirges kennen und um uns die Namen besser merken zu können, verpackten wir diese sogleich in unser „Werkstattlied“. Die Geschichte von „Franz, der ein Murmeltier sein wollte“ schloss diesen ersten Lesewerkstatttag würdig ab und wir gingen voller Erwartungen auf den nächsten Schultag mittags nach Hause.

Am zweiten Werkstatttag konnten einige von uns ihre "gesammelten Werke“ aus ihrer Naturmappe vorstellen. (Zur Erinnerung bzw. Erklärung: Diese Mappe haben wir nach der ersten Werkstattwoche gebastelt, um Dinge aus dem gerade zuletzt besprochenen Lebensraum zu sammeln, abzuheften, einzukleben oder zusammenzufassen.) Danach lasen wir einige Kapitel aus unserem Lesewerkstattbuch „Pfeif, Murmeli pfeif!“. Die Dritt- und Viertstüfler hatten einige Kapitel als Lesehausaufgabe vorbereitet und da sie so wunderbar vorlasen, lauschten wir sehr aufmerksam und verfolgten mit großem Interesse die Geschehnisse rund um „Drolli“, ein Murmeltierjunges, das nicht pfeifen konnte. Dann ging es in den Turnraum und wir spielten selbst einmal „Murmeltier“. Unsere Lehrerinnen hatten sich ein paar Spiele überlegt, die uns selbst in die Rolle eines Murmeltieres schlüpfen ließen und uns zeigten, wie wachsam man sein muss und vor allem wie sozial, damit das Zusammenleben funktionieren kann. Ein toller Abschluss für diesen Tag!

Zu Beginn des dritten Werkstatttages taten wir uns zu vier Arbeitsgruppen zusammen. Wir hatten dann die Möglichkeit den ersten Teil eines Sachfilms zum Murmeltier anzusehen. Unsere Aufgabe bestand im Anschluss darin, dass wir Gesehenes und Gehörtes gemeinsam in unserem Team verschriftlichen sollten. Diese Zusammenfassung und das Wissen um die Lebensweise eines Murmeltieres ließen uns die Geschichte aus unserem Werkstattbuch noch besser verstehen. Also freuten wir uns schon auf die weiteren Abenteuer und lasen munter ein Kapitel ums andere weiter. Um noch ein wenig Bewegung in den Unterrichtstag zu bringen, spielten wir zusammen und hielten ein paar weitere Mini-Referate zu unseren Naturmappen. In der Zeichenstunde dann malten wir „Kleinen“ einen Gebirgszug mit Kohlestiften, was für uns ganz besonders war.

Am Donnerstag wiederholten wir nochmals den Aufbau und die Stockwerke der Hecke, um dann „unseren Piz Buin“ in die einzelnen Regionen einzuteilen, was uns allen wegen des spannenden Leserätsels großen Spaß machte. Außerdem sahen wir uns den zweiten Teil des Sachfilms an, um anschließend unsere Texte zu vervollständigen. Diese kamen nach einer Vorstellungsrunde und der gegenseitigen Kontrolle nun zum Einsatz. Unsere Lehrerinnen hatten für uns jede Menge Plakatbögen und andere Papiere vorbereitet, die wir nutzen durften, um mit all dem erworbenen Wissen einige „Murmeltier-Plakate“ zu gestalten, die wir dann in unserer Schulausstellung präsentieren durften. Selbstverständlich wurde auch wieder gelesen und wir „Kleinen" konnten noch unseren Murmeltierbau aus der vorangegangenen Zeichenstunde fertig basteln.

Am letzten Werkstatttag der Woche durften dann wir „Zweitstüfler“ die letzten Kapitel unseres Werkstattbuches für alle vorlesen. Gleich darauf wurde es aufregend, denn wir begaben uns auf Entdeckungsreise durchs Schulhaus. Unsere Lehrerinnen hatten für uns in allen Schulräumen gut verteilt und recht gut versteckt Alpenblumen „gepflanzt“ und wir hatten nun die Aufgabe die verschiedenen Arten zu suchen, um ihnen ihre Namen und Eigenschaften zuzuordnen. Für diese Detektivarbeit erhielten wir Texte, die alle Pflanzen einzeln beschrieben. Dabei mussten wir uns an zwei „Naturstrolche-Regeln“ halten: Die Gruppe muss immer zusammenbleiben und der Lesetext wird am Gruppentisch gelesen und darf beim Suchen nicht mitgenommen werden! Du kannst dir sicher vorstellen, was das für ein Gewusel war, als alle sich aufmachten, um diese Aufgabe zu erledigen. Doch schon bald hatte auch die letzte Gruppe alle Pflanzen zugeordnet und wir versammelten uns alle erneut in der zweiten Klasse, um zum Ende der Werkstattgeschichte zusammen einen Fragenkatalog zum Buch auszufüllen, was uns allen wirklich spielend gelang und uns großes Lob von unseren Lehrerinnen einbrachte. Einige durften dann noch ihre Naturmappen vorstellen, wir arbeiteten unsere Plakate fertig aus und hörten ein paar wirklich interessante Ausführungen über das Leben des Steinadlers, dem größten Feind des Murmeltieres. Danach gingen wir in unsere Schulküche, wo bereits alle Utensilien für einen Versuch bereit lagen samt Versuchsanleitung. Nachdem jede Gruppe ihre Station zugeteilt bekam, legten wir auch schon los und bereits eine knappe halbe Stunde später, konnten wir alle erklären, wie eigentlich ein Berg auf einer Landkarte in seiner Form und seiner Höhe erkennbar ist – faszinierend! Zurück im Klassenzimmer durften wir uns eine Steine-Sammlung ansehen, wir erfuhren wie Steine entstehen, welche Arten es gibt und dass Steine mit der Zeit verwittern. Unser Lehrausgang zu dieser Werkstattwoche hatte ebenfalls mit verschiedenen Steinen zu tun.

Hier kannst du noch unsere Zusammenfassungen zum Murmeltier nachlesen und unsere Plakate dazu ansehen – viel Spaß dabei!

 

Über das Murmeltier – von Anna Lena, Luana, Zena, Marlon und Jonas

Murmeltiere begrüßen sich mit der Schnauze. Wenn sie jemanden ganz gut kennen, dann kommen sie zu ihm. Man braucht jedoch sehr viel Geduld, dass sie herkommen. Wenn Gefahr droht, dann pfeifen Murmeltiere ganz laut. Wenn es ums Fressen geht, dann hört die Freundschaft bei den Tieren auf. Wenn sie streiten, dann quietschen sie. Würde es ihnen einmal zu warm werden, dann könnten sie einen Hitzschlag bekommen. Es können bis zu 20 Murmeltiere in einer Familie leben. Das männliche Tier nennt der Jäger „Bär“, das weibliche „Katze“ und das Baby ist der „Affe“. Murmeltiere haben sehr scharfe Zähne. Weil sie Gras fressen, werden ihre Zähne mit der Zeit orange. Murmeltieren wachsen die Zähne aber immer wieder nach, wenn sie ausfallen. Sie haben lange Krallen. An den Vorderpfoten haben sie vier Zehen und an den Hinterpfoten je fünf. Mit den Hinterpfoten schaufeln sie die Erde und die Steinchen weg. Sie buddeln nämlich Höhlen zu ihrem Schutz. Wenn Feinde kommen, pfeifen sie wie schon gesagt ganz laut. Der größte Feind ist der Steinadler. Andere Feinde sind der Fuchs, die Eule und der Uhu. Murmeltiere machen selber das Heu für ihren Bau. Im Winter schlafen sie viele Monate. Etwa alle vier Wochen wachen sie dabei auf und gehen dann aufs Klo. In einer Murmeltieraufzuchtstation am Großglockner werden verletzte Tiere versorgt und gepflegt.

 

Murmeltiere – von Tobias, Noah, Christoph, Marleen, Mia-Olivia und Azad

Das weibliche Murmeltier heißt bei den Jägern „Katze“, das männliche heißt „Bär“ und die Kleinen heißen „Affen“. Sie sind sehr soziale Tiere. Denn, wenn die Eltern in einer anderen Murmeltierfamilie gestorben sind, nimmt die Nachbarfamilie die Jungtiere auf. Auf Murmeltierart begrüßen sie sich mit der Schnauze. Eine ihrer Lieblingsspeisen ist Löwenzahnmilch. Wenn es ums Essen geht, teilen Murmeltiere ihr Futter gar nicht gerne. Zwei Murmeltiere, die um ihr Essen streiten, quietschen ganz schön laut. Der Stärkere von beiden bekommt das Fressen. Weil Murmeltiere Grünzeug fressen, bekommen sie mit der Zeit gelbbraun bis orange Zähne. Sobald die Zähne der Murmeltiere ausgefallen sind, wachsen schon wieder neue Zähne nach. Nach etwa vier Wochen Winterschlaf müssen die Murmeltiere „Pippi“. Danach legen sie sich wieder schlafen. Der Sommerbau der Murmeltiere ist nicht sehr tief, da sie sich bei der Hitze besser abkühlen können. Der Winterbau der Murmeltiere ist sehr tief, da die Kälte im Gebirge bis weit in den Boden reicht.

 

Bewohner der Berge – von Niklas, Lorena, Yannick, Nora, Linus und Lara

Murmeltiere gehören zu den Nagetieren. Sie sind sogar die drittgrößten Nagetiere Europas. Bei der Geburt haben die Jungtiere noch weiße Zähne. Die jungen Murmeltiere verlassen erst nach drei Jahren ihre Eltern und werden selbständig. Das Weibchen der Murmeltiere nennen die Jäger „Katze“, das Männchen „Bär“ und die Jungen „Affen“. Murmeltiere meiden die Hitze. Sie leben deshalb oberhalb der Baumgrenze. Ihr größter Feind ist der Steinadler. Sie pfeifen, wenn Gefahr droht. Ein schriller Pfiff ist der Warnpfiff. Die Murmeltiere begrüßen sich mit Nase an Schnauze. Wenn vier Wochen vom Winterschlaf vergangen sind, müssen sie in ihrer Kotröhre aufs Klo gehen. Es gibt viele Ein- und Ausgänge im Murmeltierbau und verschiedene Bereiche. Weiter unten und tiefer ist die Winterhöhle und weiter oben die Sommerhöhle. Wenn es ums Futter geht, gibt es oft Streit. Sie machen selbst ihr Heu und sie laufen so oft, um das Heu zu holen, bis die ganze Höhle voll ist. Sie verbringen ja auch die meiste Zeit ihres Lebens in der Höhle und somit unter der Erde.

 

Putzige Nager – von Simon, Joleen, Luca, Veronika und Ronja

Die Vorderpfoten der Murmeltiere haben vier Zehen und Krallen. Die Hinterpfoten haben fünf. Die Tiere sind sehr sozial. In einer Murmeltierfamilie können bis zu 20 Murmeltiere leben. Ein lauter Pfiff warnt alle anderen vor einem sich nähernden Feind. Ihr größter Feind ist der Steinadler. Der Bau befindet sich unter der Erde. Murmeltiere graben mit den Vorderpfoten und ihren Zähnen. Die Murmeltiere sammeln im Sommer rund 10 kg Heu zum Auspolstern für ihren Winterbau. Ein Murmeltierbau hat mehrere Ein- und Ausgänge. Die Murmeltiere haben einen Sommer- und einen Winterbau. Alle vier Wochen im Winterschlaf leeren sie ihre Blase.

 

©Volksschule Eichenberg 2008 Letztes Update dieser Seite:
18. Juni 2018