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"Ab in die Hecke!"

In kaum einem anderen Lebensraum treffen so viele verschiedene Tiere und Pflanzen auf begrenztem Raum aufeinander wie in einer Wildhecke. Tiere finden hier Nahrung und Unterschlupf, sie brüten oder halten ihren Winterschlaf. Gleichzeitig besitzen Hecken wichtige Funktionen für die Natur. So dienen sie unter anderem als Windschutz für benachbarte Felder und sorgen durch ihr starkes Wurzelwerk dafür, dass Bodenerosion vermindert wird. Nicht zuletzt sind sie ein Ort, an dem eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt in natürlicher Umgebung beobachtet und erkundet werden kann. Aufgrund all dieser Tatsachen war es uns Lehrerinnen ein Bedürfnis, unseren Schülerinnen und Schülern einen kindgerechten Überblick über den Lebensraum Hecke zu verschaffen und die erste Werkstattwoche im Schuljahr diesem Thema zu widmen.

Am ersten Werkstatttag ging es darum herauszufinden, welches Vorwissen wir alle zum Lebensraum Hecke in den Unterricht mitbringen. Darum sollten wir zuerst einige Tiere und Pflanzen anhand eines Bildes zuordnen. So erhielten wir einen ersten Überblick über die Flora und Fauna der Hecke. Nach der Auflösung und Nachbesprechung las uns unsere Lehrerin das erste Kapitel aus unserem Werkstattbuch vor. Es handelte von einem Heckenbewohner, der sich in der Geschichte erst nicht zu erkennen gab, aber jede Nacht geheimnisvolle Geräusche machte und der uns die Woche über mit seiner Geschichte und seiner Lebensweise beschäftigen sollte. Kurz darauf durften Luana und Joleen diesen kleinen Kerl aus der „Klassenhecke“ unter seinem Blätterhaufen herausholen – es war ein kleiner Igel. Viele von uns wussten schon so einiges über den Igel, aber ein paar Fragen fielen uns dann doch noch ein, die wir in kleinen Gruppen für unsere Lehrerinnen aufgeschrieben haben, damit sie die Antworten für uns im Unterricht der noch kommenden Werkstatttage einplanen konnten. Zum Ende des Tages hatten wir „Großen“ noch eine Zeichenstunde und was wurde gebastelt – ein Igel natürlich!

Am zweiten Werkstatttag beschäftigten wir uns zuerst mit dem Aufbau der Hecke. Wir durften die Zonen und Stockwerke der Hecke sowie die Veränderungen im Jahreslauf kennen lernen. Um das Thema dann zu intensivieren, arbeitete jeder Einzelne von uns an einer auf die eigene Schulstufe zugeschnittenen Werkstattaufgabe. Dabei funktionierten wir als Kleingruppe wirklich ganz famos und wir „Großen“ unterstützten die „Kleinen“ sehr mit wichtigen Tipps und Hinweisen, wenn sie diese benötigten. Zwischendurch wurde natürlich immer wieder aus dem Igelbuch vorgelesen. Diesmal übernahmen wir „Großen“ aber den Job des Vorlesers.

Am dritten Werkstatttag lernten wir den Igel genauer kennen. In einem Stationsbetrieb lernten wir alles über sein Aussehen, seine Nahrung, seine Lebensweise, seine Feinde und noch einiges mehr kennen. Wir haben auch weitere Kapitel im Buch gelesen und in der Zeichenstunde haben wir versucht die kleine Hauptfigur aus unserem Buch zu zeichnen.

Der vierte Werkstatttag begann mit dem Singen unserer Werkstattlieder. Dabei haben wir noch viele weitere Heckenbewohner kennen gelernt. Danach gab es eine kleine Überraschung. Denn schon vor ein paar Tagen hatten Marleen und Tobias eine kleine Geschichte über den Igel zur Vorbereitung erhalten. Diese Geschichte führten sie nun als Überraschung für uns alle mit Hilfe des Erzähltheaters - dem Kamishibai - vor. Anschließend gingen wir zurück in die 1. Klasse, wo wir an unseren Werkstattaufgaben weiterarbeiten durften. Dabei haben wir heute auch noch Unterstützung von unserem Fräulein Barbara erhalten, die uns auch gleich den Schluss der Igelgeschichte aus dem Werkstattbuch vorgelesen hat, denn unsere Klassenlehrerinnen waren plötzlich „verschwunden“. Nach dem Vorlesen gingen wir mit unserem Fräulein Barbara in die Garderobe, wo wir uns hinsetzen sollten. Dann öffnete sie die Direktionstür und da war plötzlich ein Theatervorhang zu sehen. Im selben Moment ahnten wir schon, warum unsere Fräuleins verschwunden waren. Gerade wollten wir uns dazu äußern, da tauchten auch schon zwei Igel auf. Ein kleines Igelweibchen und ein Igelmännchen erzählten uns eine Geschichte aus ihrem Schulalltag. Da die beiden arge Probleme beim Zählen hatten, haben wir ihnen auch gleich geholfen und kräftig mitgemacht. Das war eine echt coole Überraschung!

Am letzten Werkstatttag nutzten wir unseren Turnraum. Dort erlernten wir ein „Igel-Rhythmical“, spielten lustige Igelspiele und durften bei einer „Heckenmassage“ so richtig entspannen. Dann gingen wir zurück in die Werkstattklasse und beendeten unsere letzten Aufträge, damit wir schließlich die Plakate für die Schulausstellung „Ab in die Hecke!“ gestalten konnten. Nach deren Fertigstellung setzten wir uns noch einmal zusammen. Wir durften unsere Arbeiten präsentieren, uns austauschen, Fragen stellen und auch die letzten Fragen, die zu Beginn der Werkstatt bei uns aufgetaucht waren, wurden beantwortet. Mit einem Vorschlag kamen dann noch unsere Lehrerinnen „um die Ecke“. Wer wollte, könnte sich einen „Lebensraum-Natur“ Ordner basteln. Dafür sollten wir den Titel und den Ordnerrücken zu Hause gestalten und könnten diesen dann in der Schule abgeben, wo unsere Lehrerinnen dann für jeden den Ordner fertig basteln würden. Hier können wir nun daheim noch alles, was uns zur Hecke in die Hände fällt – Fotos, Zeitungsartikel, Geschichten etc. - sammeln und in der nächsten Werkstattwoche dürften wir den Ordner dann mitbringen und uns über die gefundenen Inhalte austauschen. Diese Idee fanden wir so toll, dass wirklich jeder gerne bereit war den Titel in den nächsten Tagen zu bemalen und in die Schule mitzubringen. So schlossen wir die Werkstattwoche dann offiziell ab. Doch das Theaterspiel der beiden Igel vom Vortag sollte nicht ohne Folgen bleiben.

Schon ein paar Tage später meldeten sich die ersten Kinder, die auch gerne Theater spielen würden und sie hätten zu Hause auch schon ein Stück vorbereitet. Einmal trafen zwei Bären auf einen Igel, ein anderes Mal unterhielten sich zwei Igel über ihr Leben und dann spielten zwei Igel miteinander, denn ihnen war „stinklangweilig“. Hier noch ein paar Bilder von den Stücken und den Puppenspielern. Außerdem ist noch eine Hörprobe angehängt. Viel Spaß beim Schauen und Zuhören!

Zwei Igel spielen miteinander!

Zwei Bären und der kleine Igel!

©Volksschule Eichenberg 2008 Letztes Update dieser Seite:
29. April 2019