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Unsere Abenteuer in der Welt des Riechens und Schmeckens

Immer „den Nasen nach“ hieß es für uns am Morgen des 17. Oktober 2016 in der Schule, denn in der Garderobe entdeckten wir eine Spur aus lauter verschiedenen Nasen, die alle etwas Besonderes machten oder darstellten. Die Klassenzimmer waren dagegen verschlossen. Unser Fräulein Lydia erklärte uns in knappen Worten, dass wir durch das Erzählen einer kurzen Geschichte die Eintrittskarte für die Klasse erhalten würden, wo dann unser Fräulein Darina uns in Empfang nehmen würde. Na dann – schauten wir uns nochmals genauer um und schon kurze Zeit später, nachdem unsere Mini-Story ins Mikro gesprochen war, öffnete sich für die ersten Kinder über ein akustisches Signal wie von Zauberhand die Klassentüre der 2. Klasse.

Hier noch ein paar Beispiele der Geschichten, die die Kinder ganz spontan zu den Nasencomics erzählt und aufgenommen haben zum Nachlesen:

Beim Eintreten ins Klassenzimmer erwartete uns feine Musik, ein riesiges Plakat mit einer „gekrönten Nase“ darauf, bunte Farben und unser Fräulein Darina, das uns ebenfalls in ganz kurzen Worten erklärte, dass wir alles, was wir riechen können, ob gut oder schlecht und alles, was uns zur Nase einfällt, aufmalen oder aufschreiben sollen, womit jeder auch gleich begann. Es war wirklich sehr still im Klassenraum und jeder konzentrierte sich auf seine Arbeit. So lange bis schließlich auch die letzten unserer Freunde in die Klasse eintreten durften und unser Fräulein Lydia kam ebenfalls herein und setzte sich zu uns auf den Boden. Etwa 10 Minuten arbeiteten wir dann noch am Plakat weiter und dann durfte Luana in die Fühlbox greifen und den Gegenstand herausnehmen, der darin verborgen war. Es war ein Buch und hieß „Die Nase“ - darum also die Spuren im Gang - und unser Fräulein Lydia begann vorzulesen - natürlich mal wieder bis zur spannendsten Stelle.

Jetzt war es an der Zeit die erste Werkstattwoche aber auch mit „Sang und Klang“ zu starten. Also rapten wir unser Rhythmical und sangen unser Werkstattlied über die Welt der Sinne. Anschließend fanden wir uns in Arbeitsgemeinschaften zusammen, um ein Buchstabenrätsel zu lösen. Mit Hilfe des Rätsels fanden wir die „Supernasenbären“ unter uns heraus. Danach konnten wir uns einen kurzen Schulfilm anschauen, der sehr anschaulich erklärte, wie unsere Nase funktioniert und warum wir eigentlich „alles“ riechen können. Nun konnten wir zusammen auch das Puzzle lösen, das die Teile der Nase nicht nur von außen, sondern auch im inneren unseres Körpers zeigte und nach erfolgreicher Puzzlearbeit machten wir eine Pause und rochen einmal ganz intensiv an unserer leckeren Jause, bevor wir gemütlich aßen und uns dabei nochmals über die witzigen Nasen auf dem Garderobenboden austauschten.

Zum Abschluss des ersten Werkstatttages befassten wir uns nochmals mit unserem Riechorgan – der Nase. Wie viele sichtbare Teile hat sie und vor allem wie heißen diese und wie funktioniert die Nase beim Riechen – also Biologieunterricht im besten Sinne. All die Erkenntnisse des Tages fassten wir dann in unseren Forscherbüchern zusammen und konnten mit unserem neu erworbenen Wissen und vielen schlauen Zusatzfragen glänzen. Ein dickes Lob unserer Lehrerinnen war uns damit sicher!

Am Dienstagmorgen der Werkstattwoche trafen wir uns alle im Klassenzimmer der „Großen“. Es gab zum Start in den Tag ein Quiz zum Vortag, das wir zusammen in kleinen Gruppen lösen durften. Die Fragen zum Quiz wurden uns von unserem Fräulein zum Teil „vorgespielt“ und so mussten wir alle Sinne schärfen, um auf die Lösungen zu kommen. Außerdem haben uns alle Viertklässler aus dem „Nasenbuch“ weiter vorgelesen. Das war schön!

Doch am schönsten war das „Lesespiel“, das wir dann miteinander erleben durften. Wir mussten nämlich einzelne Wörter suchen, die dann am Ende richtig aneinandergereiht einen Satz ergeben sollten. So weit, so gut! Jedoch waren die Wörter überall im Schulhaus in kleinen verschlossenen Holzboxen versteckt. Welche Verstecke wir suchen mussten, stand auf einer Anleitung. Bevor wir aber diese Anleitung erlesen konnten, mussten wir zuvor noch zusätzlich ein Riechrätsel lösen. Außerdem durfte sich die Gruppe nie trennen und alle Entscheidungen mussten gemeinsam gefällt werden. Das war vielleicht ein Spaß und wir waren „mega-stolz“, als wir es geschafft hatten! Aber sieh selbst!

Der Lösungssatz war übrigens eine Redewendung, bei der die Nase eine Rolle spielt. Davon gibt es so einige. Was bedeutet es also, wenn jemand sagt: „Ich kann dich gut riechen!“ oder „Ich habe die Nase voll von dir!“ oder „Lass dir nicht alles aus der Nase ziehen!“ Ja das haben wir zum Ende des Werkstatttages alles noch herausgefunden.

Die Drittklässler haben uns am Mittwoch dann aus dem Werkstattbuch weiter vorgelesen und erzählten so die Geschichte der Nase, die auszog, weil sie gekränkt war, weiter. Im Anschluss wurde wieder experimentiert. Wir kosteten Lebensmittel, ohne Seh- und Geruchssinn und versuchten nur mit unserem Geschmackssinn herauszufinden, was wir da aßen. Das machte richtig gute Laune und zwar nicht nur für diejenigen, die gerade probieren durften, sondern auch für die anderen, die dabei zusahen. Danach erarbeiteten wir noch das Plakat zum Geschmackssinn, das dann in unserer „Genuss-Ausstellung“ einen Platz erhalten sollte.

In unseren Zeichenstunden arbeiteten wir Erstklässler an einer Collage. Wir malten einen Weinstockzweig, schnitten Weinblätter aus und druckten mit Weinkorken Traubenreben. Wir Zweitklässler arbeiteten ein schwarz-weiß Bild aus, das unseren Mund und unsere Nase zeigt. Dabei nahmen wir uns die Farbtechniken des Künstlers Andy Warhol zum Vorbild. Aber auch in der Englischstunde ging es um unseren Geschmackssinn und wir klärten, welche Obst- oder Gemüsearten wir gerne essen und welche nicht so gerne.

Am vierten Werkstatttag war dann zuerst wieder Biologie angesagt. Unsere beiden Geschmacksorgane Mund und Zunge wurden besprochen. Die Geschmacksrichtungen waren dabei kein Problem mehr, sondern nur noch eine Wiederholung. Doch wie der Geschmackssinn funktioniert war neu und darum umso spannender. Besonders gefiel uns die Vorstellung von den unzählbaren Geschmacksknospen auf unserer Zunge und das Comicbild davon, wird uns sicher lange im Gedächtnis bleiben. Während dann wir „Kleinen“ das Thema noch weiter für unser Forscherbuch vertieften, befassten wir „Großen“ uns eingehender mit den Texten zu den verschiedenen Redewendungen, die wir schon kennengelernt hatten.

In den Werkstattwochen werden auch die Pausen vor allem zum Lesen genutzt und so spielten wir mit unserer Praktikantin Leonie ein Lesespiel. In der Unterrichtsstunde haben unsere beiden Lehrerinnen uns dann den Schluss aus dem Nasenbuch vorgelesen und spielten mit uns zusammen ein weiteres Sinnesspiel, das sich um den Geschmack von Lebensmitteln drehte und all unsere Sinne gleichzeitig beanspruchte. Während des Spiels hörte man außer der Stimme unseres Fräuleins, die uns die Geschichte dazu ja vorlesen musste, wirklich gar kein Geräusch im Klassenzimmer. Sehr anstrengend war das, alle Sinne gleichzeitig benutzen zu müssen. Aber am Ende waren wir umso stolzer, als wir das Rätsel richtig gelöst hatten.

Im textilen Werkunterricht haben wir dann unsere Duftkissen fertig genäht und mit verschiedenen getrockneten Kräutern gefüllt. Da waren unter anderem Lavendel, Minze, Salbei, Rosmarin, Majoran, Zitronenmelisse oder auch Thymian dabei. Danach konnten wir dann schon mit dem Bemalen unserer Kochschürzen beginnen.

Und schon war er gekommen – der letzte Werkstatttag. Da wir unser Werkstattbuch bereits zu Ende gelesen hatten, stimmte uns unser Fräulein mit einer Geschichte aus einem kleinen Bilderbuch ein, das von einer Freundschaft handelte und dem Lieblingsessen der beiden Freunde. Der eine war ein Hase und liebte Möhren und der andere war ein Frosch und liebte „Brummer“. Jedenfalls hatten wir beim Zuhören jede Menge zu lachen.

Anschließend spielten wir ein Lesememory. Dabei mussten wir den passenden Partner unter vielen anderen suchen, indem wir immer wieder unseren Text auf einem Kärtchen vorgelesen haben. Dann machten wir eine kleine Rückmelderunde zur Werkstatt. Wir durften unseren Lehrerinnen sagen, was wir an der Werkstatt besonders gerne mochten, was wir gar nicht mochten, was wir gerne wieder einmal in der Art machen würden und welche Wünsche wir für die nächste Werkstattwoche haben. Danach stellte uns unser Fräulein die Abschlussarbeit für diese Werkstatt vor, die wir dann genau so mit den weiteren Themen zum Ende jeder Woche machen werden. Es waren dies zwei große, runde Drahtgeflechte, die in der Mitte einmal eine Nase und einmal eine Zunge zeigten. Unsere Aufgabe war es nun auf eine „rote Zunge“ und auf ein kleines „blaues Wölkchen“ alles aufzuschreiben, was zu den beiden Themen passt.

Zum Ende dieser wirklich sehr intensiven Woche gingen wir nochmals alle zusammen zum Spielen in den Turnraum und hatten Spaß an ein paar Sinnesspielen, bei denen natürlich Mund und Nase eine Hauptrolle bekamen, aber auch alle anderen Sinne mussten scharf gestellt sein und dann war sie leider schon wieder vorüber die Lese-Werkstatt zum Genießen.

©Volksschule Eichenberg 2008 Letztes Update dieser Seite:
5. November 2016