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Die Erde und der Mond

Spätestens nach unserer zweiten Werkstattwoche wussten wir alle nun schon wirklich sehr viel über die Planeten in unserem Sonnensystem. Doch in unserer dritten Werkstattwoche wollten wir noch genauer nachforschen. Vor allem wollten wir noch mehr über die Erde erfahren und über ihren Trabanten – den Mond. Woraus besteht eigentlich der Boden unter unseren Füßen? Wieso ist die Erde – soweit man heute weiß – der einzige Planet im Universum, auf dem es Leben gibt? Was ist die Atmosphäre genau und woraus setzt sie sich zusammen? Wie bestimmen die Bewegungen der Erde unseren Kalender? Was können wir über unseren Trabanten lernen? Wie schafft es der Mond, dass er Ebbe und Flut auf der Erde entstehen lässt und in welcher Beziehung steht die Erde zum Mond eigentlich und umgekehrt? All diese Fragen und noch einige mehr haben wir uns gestellt, um nun eine ganze Woche nach den Antworten zu suchen und sie zu finden.

Begonnen haben wir die Werkstattwoche jedoch mit einer Schnitzeljagd kreuz und quer durch unsere Schulräume. Dabei sollten wir durch lesen und lösen der Rätsel selbst herausfinden, welchen Schwerpunkt unsere Weltraumwoche haben würde. Da wir aber über die letzten Wochen in den Pausen und auf dem Weg durch die Garderobe an manchem Plakat Station gemacht hatten, um es zu lesen oder uns über das dort Gelesene auszutauschen, kannten wir uns gut aus. Trotz aller „Fallen“, die uns unsere Lehrerinnen gestellt hatten, fanden wir ziemlich zügig das gesuchte Lösungswort.

Der Mond ist unser ständiger Begleiter. Weil er aber kein selbst leuchtender Himmelskörper ist, sondern von der Sonne angestrahlt wird, sehen wir ihn nicht immer gleich. Ob wir ihn von der Erde als Vollmond, Halbmond, als eine Sichel oder gar nicht sehen, hängt davon ab, aus welcher Richtung das Sonnenlicht auf ihn fällt. Diese Lichtgestalten am Nachthimmel nennt man die Mondphasen. Um zu verstehen, warum wir die Mondphasen sehen und warum wir von der Erde aus immer nur eine Seite des Mondes sehen, haben wir bei völliger Dunkelheit einen Versuch gemacht. Danach waren alle Fragen geklärt und damit wir auch zu Hause noch weiter forschen und beobachten konnten, durften wir uns eine Mondphasenuhr zum Mitnehmen bauen. Außerdem lernten wir den Text und das Lied von einem ganz besonderen Mann im Mond.

Ganz besonders war die Werkstattwoche neben all den Lesephasen und Forscherarbeiten auch deshalb, weil die Kometenkids unserer Schule den Nachwuchsastronauten aus der ersten Klasse einige Übungen des Projektes „Mission X“ gezeigt haben. Die Aufgaben waren zum Teil sehr anstrengend, aber auch lustig, spannend und aufregend. Es war einfach schön all diese Übungen miteinander auszuprobieren und wir haben diese kurzen Sporteinheiten genutzt, um wieder frische „Hirnenergie“ zu tanken. „Des war echt a Gaude!“

Ein Astronaut soll geschickt sein, präzise arbeiten können, teamfähig und auch geduldig sein. Denn jede Reparatur im Weltall - speziell außerhalb an der ISS zum Beispiel oder an einem Satelliten - fordert von ihm all diese Eigenschaften. Um einmal zu testen, ob auch wir schon all diese Fähigkeiten besitzen und welche noch ausbaufähig wären, haben wir mit großem Einsatz versucht eine fast unlösbare Mission zu erfüllen. Wir fanden uns in kleinen Astronautenteams zusammen, bekamen große, dicke Astronautenhandschuhe angezogen und sollten in einer vorgegebenen Zeit ein Puzzle einhändig wieder zusammenbauen. Da kam es wirklich auf eine perfekte Kommunikation untereinander an und nur die besten Teams konnten diese „Mission X“ Aufgabe lösen.

Im Zeichenunterricht versuchten wir Erstklässler uns als Architekten. Wir überlegten uns, wie es wohl wäre, wenn wir tatsächlich in einem Häuschen auf dem Mond leben würden und wie würde unser Dörfchen da oben aussehen. Also zeichneten wir einen Plan und bastelten ein Bild von einem Dörfchen auf dem Mond. Die Zweitklässler stellten einen Blick aus der Rakete dar, bei dem man den Mond und einen Teil der Erde sehen kann. Es muss wirklich unfassbar schön sein da draußen im All.

 

Doch wie war das nochmal mit der Beziehung zwischen der Erde und ihrem Trabanten - dem Mond? Da der Mond rund um die Erde wandert, verursacht er den ständigen Wechsel zwischen Ebbe und Flut. Am Meer kann man die Gezeiten beobachten. Die Anziehungskraft des Mondes verursacht diese. Genauer gesagt, verursacht er immer gleichzeitig zwei Flutberge auf der Erde. Der eine Flutberg liegt genau unter dem Mond und der andere Flutberg entsteht auf der dem Mond abgewandten Seite, wo das Wasser durch die Fliehkraft weggezogen wird. Da wir ja nicht am Meer wohnen, haben wir uns sowohl den Versuch als auch einen kurzen Schulfilm dazu angeschaut. Einige konnten aber aus ihrem letzten Urlaub von ihren Beobachtungen bei Ebbe und Flut berichten.

Am letzten Werkstatttag der Woche nach einigen Weltraumliedern und ein paar Spiel- und Bewegungsgeschichten mussten wir uns nochmals gut konzentrieren. Wir sollten eine „Eselsbrücken“-Geschichte bauen, in der zumindest das Wort Trabant vorkommen sollte, aber auch Wörter, die mit dem Weltraum nur sehr entfernt oder gar nichts zu tun haben. Dabei mussten wir uns mindestens sechs Begriffe merken, konnten aber bis zu vierzehn Begriffe in unsere Geschichte einbauen, natürlich in der richtigen Reihenfolge, das versteht sich ja von selbst. Die Begriffe wurden uns einmal vorgegeben und wir mussten uns eine Geschichte ausdenken und immer wieder erzählen und weiter erzählen. Am Ende haben wir sie aufgeschrieben und es gab tatsächlich ein Team, das sich alle Begriffe in der richtigen Reihenfolge merken konnte und eine wirklich witzige Geschichte erfunden hat. Diese und alle anderen Eselsbrücken-Geschichten kannst du hier nachlesen.

Es war einmal...

ein Trabant, der um die Erde kreiste. Ein kleiner Junge sah darauf ein Mondgesicht, stieg in seine Rakete und flog zum Mond. Aber die Bremsdüse der Rakete war kaputt und er steuerte frontal auf den Mond zu. Der Mond und die Rakete kollidierten. Aus den tausend Teilen des kaputten Mondes entstand ein neuer Mond. Der kleine Junge hatte sich sehr verletzt und sein Pyjama fliegt heute noch im All herum.

 

Es war einmal...

ein Trabant. Er hieß Mond und hatte ein Mondgesicht. Dann kam eine Rakete, sie verlor eine Bremsdüse. Durch den Zusammenstoß von Bremsdüse und dem Trabanten gab es eine Kollision. Durch diese Kollision wirbelte es Sand auf. Es entstand ein Pyjama.

 

Es war einmal...

ein Trabant, der um die Erde kreiste. Dieser Trabant hatte ein Mondgesicht. Da kam eine Rakete und zog ihre Bremsdüsen. Die Rakete und der Trabant krachten zusammen und es gab eine Kollision. Aus der Rakete stieg ein Mann in einem Pyjama aus. Dessen Name war Neil Armstrong. Neil untersuchte alle Krater auf dem Mond ganz genau. Er untersuchte auch die kaputte Rakete und er fand dort eine Funkantenne. Doch da sah Neil einen Alien. Er war ganz grün. Als er zu der Rakete rannte um sich zu schützen, sah er sein Teleskop. Schnell baute er die Rakete wieder zusammen. Dann flog er wieder nach Hause und erzählte allen von dem Erlebnis im Weltall.

 

Es war einmal...

ein Trabant, der um die Erde kreiste. Der Mond war für die Wissenschaftler sehr wichtig. Und so flogen sie zum Trabanten der Erde. Als sie näher kamen, sahen sie ein Mondgesicht. Das fanden die Wissenschaftler so schön, dass sie vergaßen, die Bremsdüsen anzuschalten. Als es dann doch einer bemerkte, waren sie mit einem zufällig vorbeifliegenden Kometen zusammengestoßen. Diese Kollision war so heftig, dass es nur einer im Pyjama, Neil Armstrong, in eine Rettungskapsel schaffte. In dieser war aber die Funkantenne defekt. Als er aus dem Fenster blickte, sah er einen Alien, der in einem Krater wohnte. Dieser spielte mit einem Teleskop. Nach kurzer Zeit flog er mit einem Ufo weg. Neil Armstrong schaute aber nur auf die Mondphasen. In diesem Moment sah er eine wunderbare Mondsichel.

 

Es war einmal...

ein Trabant, der hatte ein Mondgesicht. Nach einiger Zeit schlug eine Rakete ohne Bremsdüsen ein. Deswegen gab es eine riesige Kollision. Da stieg ein Mann mit einem pinken Pyjama aus der Rakete. Es war Neil Armstrong. Seine Funkantenne war beschädigt. Ein netter Alien reparierte die Funkantenne. Dieser Alien wohnte in einem großen Krater. Auf der Erde sahen die Wissenschaftler diesen Krater oft mit dem Teleskop. Er war nämlich genau auf der Mondsichel. Der Alien gab Neil Armstrong ein elektronisches UFO, mit dem er zurück auf die Erde fliegen konnte.

 

Es war einmal...

ein Trabant mit einem Mondgesicht. Dann kam eine Rakete, die ihre Bremsdüsen verlor. Die Rakete explodierte. Ein Alien im Pyjama kam angerannt, weil er gerade noch im Bett war.

 

Es war einmal...

ein Trabant, der um die Erde kreiste. Er hatte ein Mondgesicht. Da kam eine Rakete mit einem Alien darin. Er drückte die Bremsdüse. Plötzlich stießen zwei Kometen zusammen und es gab eine Kollision. Kurz vor dem Mond stoppte die Rakete und der Mond wurde so müde, dass er seinen Pyjama anzog und einschlief.


In der Reflexion der Woche haben wir neben dem Erzählen über das Erlebte auch versucht in die Rollen von Erde und Mond zu schlüpfen und zu erzählen, was sie selbst über sich sagen würden, wenn sie sprechen könnten - aber lies einfach selbst:

 

Ich bin die Erde. Meine Oberfläche besteht zu 75 % aus Wasser. Rund um mich gibt es eine Erdatmosphäre. Wegen meiner Atmosphäre gibt es Atemluft. Um mich herum kreist ein Trabant, in dem manche Menschen ein Mondgesicht sehen. Auf mir wird es heißer und heißer, das nennt man auch den Treibhauseffekt. Im Sonnensystem habe ich eine gute Lage. Von der Sonne aus gesehen bin ich der dritte Planet. Ich bin der einzige Planet, auf dem es Leben gibt. Mein Magnetfeld schützt mich vor Meteoriteneinschlägen und vor gefährlicher Strahlung. Auf mir gibt es sehr viele Platten, die sich ständig bewegen. Mein Erdjahr dauert 365 oder 366 Tage.

Ich bin der Mond. Ich bin der Trabant der Erde. Manche Leute erkennen auf mir ein Mondgesicht. Zwischen mir und der Erde gibt es eine Anziehungskraft. Ich lasse die Gezeiten – Ebbe und Flut – entstehen. Auf mir ist Neil Armstrong schon gewesen. Ich bin durch eine Kollision entstanden. Meine Krater kommen von den Meteoriteneinschlägen. Ich habe ganz viele Mondphasen. Wenn man von der Erde aus auf mich schaut, sieht man meine verschiedenen Mondphasen, eine davon heißt Vollmond. Manchmal sehen die Menschen von der Erde nur eine Mondsichel. Wenn man mich nicht sieht, dann heiße ich Neumond.

Mit einem verrückten und extrem lustigen Lesespiel läuteten wir während der Woche jeweils die Leserunden ein. Dies hatten wir uns von unserem Fräulein Lydia gewünscht und dieser Wunsch wurde uns auch erfüllt. Sie schrieb für uns ein Weltraumrätsel, bei dem wir still und heimlich unglaubliche Dinge im Klassenzimmer machen durften. Jeder war schon immer ganz gespannt, was denn als nächstes passieren würde. Diese Art des Lesens macht uns einfach immer Freude und das sieht man auch auf den folgenden Bildern. Danach wurde wieder gelesen, vorgelesen, erzählt und weitergelesen und ob du es nun glaubst oder nicht - wir beendeten unser erstes Lucy und Stephen Hawking Buch noch vor Ende der Werkstatt (immerhin 263 Seiten!) und konnten sogar den Prolog des zweiten Bandes noch lesen, den wir dann in der nächsten Werkstattwoche lesen wollen – zumindest die Hälfte, so der Vorsatz. Das wären immerhin 150 Seiten! Ob wir das wirklich geschafft haben, kannst du ja im Bericht der vierten Werkstattwoche nachlesen.

©Volksschule Eichenberg 2008 Letztes Update dieser Seite:
3. Juni 2016