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Unsere vierte Werkstattwoche im Mai 2015

Zwei Quellflüsse hat die Moldau, die warme Moldau als linker Quellfluss und die kalte Moldau als rechter Quellfluss. Beide Quellen entspringen in über 1000 m Höhe nahe der bayrischen Grenze. Nach dem Zusammenfluss beider Quellflüsse durchquert die Moldau das Land Tschechien beständig von Süd nach Nord. Die „Vltava“ – wie die Moldau auf tschechisch heißt – ist über 430 km lang und der größte Fluss Tschechiens. Die sinfonische Dichtung über diesen wunderschönen Fluss gehört zum Zyklus „Má Vlast“ (Mein Vaterland). In diesem Werk beschreibt Friedrich Smetana mit musikalischen Mitteln die Geschichte, die Kultur und die Landschaften seiner tschechischen Heimat. Der 2. Satz “Die Moldau“ ist das berühmteste Werk daraus. Darin vertonte der Komponist Friedrich Smetana den Lauf des Flusses von der Quelle bis zur Mündung in folgenden Stationen: Die erste Quelle der Moldau - Die zweite Quelle der Moldau – Im Wald – Die Jagd – Die Bauernhochzeit – Im Mondschein – Der Nymphenreigen – Die St. Johann-Stromschnellen – Die Moldau strömt breit dahin; Bedřich Smetana – wie Friedrich Smetana in seiner tschechischen Heimat eigentlich heißt – hat mit seiner Komposition die Moldau als „Tongemälde“ weltberühmt gemacht. Darum wählten auch wir das knapp 12 Minuten lange Werk als Grundlage für unsere vierte Lesewerkstattwoche aus, um das Werk kennen zu lernen und um die Geschichte dazu zu lesen und zu bearbeiten.

Für den ersten Werkstatttag wurde das Klassenzimmer der 1. Klasse zur „Kinder-Uni“ umgestaltet. So bauten wir Lehrerinnen für die Kinder einen Hörsaal, da sie vorerst einmal alle Instrumente, die in der sinfonischen Dichtung vorkommen, erarbeiten und besprechen sollten. Nun waren viele der Instrumente den „Studentinnen“ und „Studenten“ natürlich aus den vorangegangenen Werkstattwochen bekannt und so war schnell klar, welches Instrument gerade spielt, wie es heißt und zu welcher Gattung es gehört.

In einer kurzen Kinovorführung bekamen wir Schüler dann einen ersten Eindruck von der sinfonischen Dichtung. Wir durften uns ein Hörspiel über die Moldau anhören und dabei liebevoll gestaltete Illustrationen an der Kinoleinwand betrachten. So wurde uns zum ersten Mal bewusst, wie meisterhaft Smetana es verstanden hat, mit Tönen das Wasser, den Flusslauf und die Ereignisse an den Ufern der Moldau zu beschreiben. Nun war es an der Zeit, dass wir gut vorbereitet unser neues Werkstattbuch genauer durchstöbern konnten.

Nach der letzten Werkstattwoche ergab die Evaluierung, dass vor allem das Wissensquiz mit den Buchstabenwürfeln einen sehr hohen Stellenwert für die Schüler hatte. Also bauten wir als nächstes dieses Quiz ein, bei dem es selbstverständlich um verschiedene Begriffe aus der Geschichte zur Moldau ging. Ehrgeizig gingen die Gruppen daran, so viele richtige Begriffe wie möglich zu sammeln. Neben dem Wissen stand aber vor allem eine gute Teamarbeit im Vordergrund und natürlich der Spaß.

 

Am zweiten Werkstatttag hieß es dann, zuhören und genießen. Wir durften uns die komplette sinfonische Dichtung anhören, um dabei zu versuchen, sämtliche Stationen des musikalischen Werkes in Gedanken zu erleben. Also wurde es sehr gemütlich, sehr still und wir machten uns auf, um der ganzen Moldau entlang mit zu schwimmen - als Wassertröpfchen, in einem Boot, als Fisch oder selber in Person.

Auch das Leben des Komponisten Friedrich Smetana stand im Mittelpunkt unseres Interesses, da sein Leben zwar äußerst ereignisreich aber auch sehr kurz war. Diesmal nahmen wir Schüler uns seinen Lebenslauf in Eigenregie vor. Nachdem wir ihn in kleinen Gruppen gut studiert hatten, formulierten wir Fragen zu Smetanas Leben für die anderen Gruppen. Auf diese Weise erfuhren wir in einer anschließenden Raterunde viel über das Leben des tschechischen Komponisten, das uns auch weiter in Erinnerung bleiben wird.

Nun kannten wir sowohl den Komponisten als auch sein Werk bereits sehr gut, darum war nun unsere Überlegung, dass wir das, was Smetana in Melodien ausdrückte wieder in Worte fassen könnten. In kleinen Arbeitsgruppen zusammengeschlossen, entschieden wir uns für eine Szene aus dem Werk „Die Moldau“. Wir schlüpften nun in die verschiedenen Rollen und schrieben dann ein Rollenspiel. Es entstanden Jagdszenen, Hochzeitsszenen und auch die Nymphen in der Nacht unterhielten sich angeregt.

Bereits am nächsten Tag war aus unserem Klassenzimmer dann plötzlich ein Kleintheater geworden. Die Bühne für unsere Stücke war aufgebaut und es war nun an uns, Stabfiguren zu unseren jeweiligen Rollen herzustellen, um dann im Anschluss gleich an die Vorführung unserer selbst geschriebenen Stücke zu gehen. Dabei bedurfte es nur ein paar kleiner Regieanweisungen und dann unterhielten wir uns gegenseitig köstlich mit den zum Teil sehr witzigen Texten und dem Spiel im Stabfigurentheater. Für uns Schüler war diese Vorführung ganz eindeutig der Hit der Woche.

Unsere Theaterstücke zum Nachlesen findest du hier!

 

Vova (Jäger Friedrich), Simon (Hirsch Bertram), Tobias (Hase), Michelle (Häsin)

Hase: Oh, ist das aber romantisch! So ruhig war es noch nie hier im Wald!

Häsin: Gehen wir ein kleines Picknick machen!

Hase: Das ist eine tolle Idee! Gehen wir doch ans Ufer der Moldau!

Beide: Lalalalalalala ….

Häsin: Horch doch, der Jäger kommt!

Hase: Das ist bestimmt der verrückte Jäger Friedrich! Schnell weg!

Jäger: Trara! ….. Was für ein schöner Tag zum Jagen! Heute werde ich bestimmt einen großen Hirsch erlegen!

Hirsch Bertram kommt und beginnt zu äsen! Er schmatzt laut!

Jäger: Ah! Da schmatzt schon einer! Da schleiche ich mich an!

Hase: Schau mal, der böse Friedrich schleicht sich an unseren Freund heran! Wir müssen ihn warnen!

Häsin: Komm schnell – aber leise!

Hirsch Bertram: Hallo ihr beiden! Was ist denn los? Was wollt ihr von mir?

Hase: Wir wollen dich warnen. Friedrich, der durchgeknallte Jäger ist hinter dir her!

Hirsch Bertram: Na warte, dem werde ich es zeigen!

Jäger: Na Bertram … Wo bist du? … Na …. Wo bist du nur?

Hirsch Bertram: HIER bin ich! Attacke!

Jäger: Hilfe! Hilfe! … Au, mein Po, mein Po...!

Alle Tiere: Diesmal haben wir den Jäger erwischt und jetzt können wir hier am Ufer endlich friedlich ein Picknick machen.

Lorena (Fee), Mia-Olivia (Fee), Anna Lena (Fee), Nelly (Erzählerin)

Nelly: Vor langer Zeit gab es drei Feen! Sie tanzten immer auf dem Wasser eines wunderschönen Flusses!

Lorena: Komm, lasst uns tanzen!

Anna Lena: Das Tanzen macht so viel Spaß!

Mia-Olivia: Schaut mal zum Sternenhimmel! Ein Stern! Oh nein – er fällt herunter!

Nelly: Der Stern fällt einfach vom Himmel und landet zwischen den drei Feen.

Lorena: Oh! Das gefällt mir gar nicht!

Anna Lena: Können wir ihn nicht wieder zum Himmel zurückbringen?

Mia-Olivia: Ich habe eine Idee! Wenn jeder mithilft, dann können wir den Stern wieder zurückbringen!

Nelly: Der Stern ist aber sehr schwer!

Feen: Puh! …. Ho ruck!

Nelly: Gemeinsam schaffen sie es! Der Stern ist nun wieder am Himmel zu sehen!

Alle: Hurra! Juhu!

Verena (Braut), Laura (Bräutigam), Carolin (Pfarrer), Anna Katharina (Liebe)

Einzug: Lalalala, lalalala, lalalalalalalalalala....

Pfarrer: Herzlich Willkommen zu unserer heutigen Feier!

Bräutigam: JA! Ich will!

Braut: Das kommt doch erst viel später!

Bräutigam: Also! Mach schneller!

Pfarrer: Könnten sie sich bitte hinsetzen! - Lieber Romeo, wollen sie ihre Braut Julia heiraten?

Bräutigam: Ja, ich will!

Pfarrer: Liebe Julia, …

Braut: Ja, natürlich!

Pfarrer: Sie dürfen sich jetzt küssen!

Liebe: Liebe, Liebe, Liebe, Liebe, Liebe, Liebe, Liebe, Liebe!

Braut und Bräutigam: Mutz!

Liebe: Das Essen ist fertig!

Bräutigam: Essen, essen, essen! Ham, ham ham!

Braut: He, mach doch mal langsam!

Bräutigam: Rülps!

Liebe: Die sind ja in Feierlaune!

Pfarrer: Und jetzt kommt der Hochzeitstanz!

Alle: Oje!

Melinda (Nixe), Cristina (Nixe), Tabea (Nixe), Teresa (Nixe)

Tabea: Sooo schön still wie heute war es im Fluss noch nie in meinem Leben!

Cristina: Ja, es ist wirklich so ruhig und schön!

Teresa: Und das Mondlicht scheint so hell wie noch nie!

Melinda: Wir Nixen haben`s wirklich gut! Wir leuchten so schön im Mondenschein!

Tabea: Wir könnten doch einmal durch die ganze Moldau tanzen!

Cristina: Wer als Erstes in Prag ist!

Melinda: Ja, das ist eine gute Idee!

Teresa: Auf die Plätze, fertig, los!

Tabea: Ich bin die schnellste von euch!

Cristina: Nein, ich!

Teresa: Ich denke, wir sollten lieber zusammen bleiben, bevor wir eine von uns verlieren!

Melinda: Das ist eine noch bessere Idee!

Tabea: Ich bin völlig außer Puste!

Cristina: Wie weit ist es noch nach Prag?

Teresa: Es ist nicht mehr weit. Wir sind bald da!

Melinda: Juhu, ich freue mich schon auf die „Goldene Stadt!“

Phil (Hase), Silas (Hirsch), Jakob (Jäger), Marius (Jäger)

Jakob: Da, da, da!

Silas: Nehmt euch in Acht liebe Tiere!

Phil: Hilfe, die Jäger kommen!

Marius: Mmmmh, so ein saftiges Fleisch!

Jakob: Ja, ja, du schaffst es, du kriegst den Hirsch!

Silas: Ich verstecke mich hinter dem Baum, komm Hase!

Phil: Ja, ich komme!

Jakob und Marius: Die Tiere flüchten in den Wald! Wir haben keine Chance mehr!

Laurin (Jäger), Geordie (Hirsch), Levin (Jäger), Jamie (Hirsch), Finn (Hirsch)

Levin: Hallo, gehst du auch auf die Jagd?

Laurin: Ja, wir könnten gemeinsam gehen!

Levin: Vielleicht jagen wir ein paar Tiere!

Laurin: Hörst du auch diese Stimme?

Levin: Komm, wir folgen der Stimme!

Laurin: Wenn wir Glück haben, finden wir ein paar Hirsche!

Levin: Da schau, ein Hirsch! Verfolgen wir ihn!

Jamie: Kommt, meine Freunde, kommt!

Finn: Was ist denn?

Geordie: Die Jäger sind da!

Jamie: Was sollen wir tun?

Finn: Verstecken wir uns hinter den Bäumen!

Geordie: Gute Idee!

Laurin: Wo sind sie denn hin?

Levin: Ich glaube, sie sind einfach verschwunden! Verschwunden – irgendwo im Wald!


 

Zum Ende der Woche gab es wieder eine Evaluierungsrunde. Dabei gestaltete jeder einen Wassertropfen aus der Moldau. Wir Schüler aus der ersten und zweiten Stufe durften den Tropfen ganz individuell gestalten und beschriften. Wir Großen in der Schule schrieben auf unseren Tropfen je ein „Wasser – Elfchen“ und gestalteten unseren Tropfen im Anschluss. Dann ging unsere Werkstatt mit einem eigens aufgenommenen Hörspiel zur Moldau schon wieder zu Ende.

Viel Freude beim Lesen unserer "Moldau - Elfchen"!

nass

nasser Tropfen

fällt vom Himmel

Ich schwimme in Wassertropfen

Wasser

Cristina


wild

das Wasser

es ist schnell

Ich schaue ihnen zu

Stromschnellen

Levin

 

goldig

goldene Stadt

schaute die Stadt an

Ich lernte sie kennen

Prag

Carolin


blau

blauer Fluss

fließt nach Prag

Ich stehe im Wasser

Moldau

Laura


blau

blauer Tropfen

fließt im Fluss

Ich beobachte sie gerne

Moldau

Laurin


blau

cooles Theater

besteht aus zwei Tischen

Ich spiele mit Stabfiguren

Theater

Verena


blau

schnelles Wasser

fließt nach Prag

Ich mag den Fluss

Moldau

Tabea


blau

nasse Bäche

fließt zum Fluss

Ich beobachte die Moldau

Moldau

Vova

 

schnell

kaltes Wasser

fließt in Flüssen

Ich bade im Fluss

Wasser

Anna - Katharina


grün

grüner Wald

dort sind Jäger

Ich höre sie jagen

Jagd

Jamie


ruhig

toller Fluss

Die Stromschnellen toben

Ich finde sie toll

Moldau

Phil


fließen

viele Tropfen

fließen im Fluss

Ich schwimme im Fluss

Moldau

Geordie


wild

wilde Wellen

Sie plätschern laut

Ich schaue ihnen zu

Wellen

Finn

©Volksschule Eichenberg 2008 Letztes Update dieser Seite:
27. Mai 2015