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Unsere erste Werkstattwoche im November 2014

Für die erste Werkstattwoche haben wir uns für das musikalische Bilderbuch der Bremer Stadtmusikanten entschieden. Es sollte nämlich ein Märchen sein, das alle Schüler schon kannten, das ihnen aber in einer musikalischen Aufbereitung noch völlig fremd war. So bekam dieses über 200 Jahre alte Märchen für alle Schüler einen völlig neuen Reiz. Dennoch stand der Inhalt des Märchens selbst zu Beginn der Werkstattwoche im Fokus und wurde völlig neu interpretiert mit Hilfe eines Erzähltheaters allen Kindern vorgestellt. Im Anschluss daran arbeiteten alle Schüler an einer Nacherzählung, die sie dann auch selbst vorlesen und vorstellen durften.

Die Bremer Stadtmusikanten – unsere Nacherzählung

Es war einmal auf einem Bauernhof. Dort lebte ein Mann, der hatte einen Esel. Der Esel diente ihm schon viele Jahre. Er wurde sehr alt und schwach, darum wollte der Bauer ihn loswerden. Eines Tages rannte der Esel fort und war sehr enttäuscht von seinem Herrn.

Der Esel lief immer weiter und traf auf einen Jagdhund. Er hörte ihn jaulen. Er fragte: „Wieso jaulst du so laut?“ Der Hund antwortete: „Mich wollte man erschlagen!“ Der Esel sagte: „Komm, magst du mit nach Bremen gehen und Stadtmusikant werden?“ Der Jagdhund jaulte zurück: „Ja!“ Da liefen sie auch schon weiter.

Als sie eine Weile gegangen waren, trafen sie eine Katze. Die Katze sah sehr traurig aus und der Esel fragte: „Was schaust du denn so traurig?“ Da antwortete die Katze: „Mein Frauchen wollte mich ertränken!“ „Ach du arme!“, meinte der Esel und dachte kurz nach. Da platzte es aus dem Esel heraus und er schrie: „Komm doch einfach mit uns nach Bremen!“ Die Katze miaute laut: „Ja natürlich!“, und so liefen sie zusammen weiter.

Kurz darauf retteten die drei neuen Freunde auch noch einen Hahn vor dem Suppentopf und so marschierten die vier Stadtmusikanten fröhlich in Richtung Bremen, aber sie kamen nicht weit. Denn es wurde Nacht und sie gingen durch einen großen, kalten und dunklen Wald. Sie waren schon sehr lange unterwegs.

Also suchten sie sich einen gemütlichen Platz zum Übernachten. Der Esel und der Hund legten sich unter einen großen Baum. Die Katze nahm den Platz in den Ästen ein und der krähende Hahn flog ganz nach oben in die Baumkrone. Plötzlich sah er in der Ferne ein schwaches Licht. Der Hahn dachte, es könnte ein Haus sein, denn sie hatten großen Hunger. So machten sie sich auf den Weg zu dem brennenden Licht.

Beim Haus angekommen, war der Esel groß genug, um in eines der Fenster hineinzuschauen. Der Hund fragte ungeduldig: „Was siehst du, was siehst du?“ Der Esel antwortete: „Einen reich gedeckten Tisch und eine Räuberbande, beim leckeren Essen!“ Der Oberräuber sprach glücklich: „So etwas Gutes habe ich seit Jahren nicht mehr gegessen.“ Und der zweite sagte: „Stimmt!“

 

Da dachten sich die vier Freunde etwas aus. Der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn schrien nun so laut, dass die Räuber erschraken und aus dem Haus rannten. Als die Räuber weg waren, setzten die Tiere sich hin und aßen bis sie satt waren.

Der Esel biss sofort in den köstlichen Braten. Die Katze machte sich über ein anderes Stück Fleisch her und der Hund schleckte gierig das Schokoladeneis auf. Der Hund war sogar so gierig, dass er die Tasse umwarf. Und der Hahn pickte genüsslich die Kekse an. Es schmeckte allen sehr fein! Bald danach waren sie müde und gingen schlafen. Der Esel legte sich auf das Sofa, der Hund auf den Boden, die Katze auf einen Stuhl und der Hahn flog auf den Dachbalken.

Als es ruhig wurde im Haus, da schickte der Anführer der Räuber einen seiner Leute ins Haus, um nachzusehen. Weil auch das Licht im Haus aus war, wollte der Räuber ein Streichholz anmachen, da die Augen der Katze so funkelten, dass er glaubte, es seien glühende Kohlen und so zündete er ihr das Hölzchen genau vor dem Gesicht an. Da erschrak die Katze und sie war sehr sauer. Sie zerkratzte dem Räuber das Gesicht und der Räuber versuchte wegzulaufen, aber er stolperte über den Esel und fiel hin.

Er weckte die schlafenden Tiere mit seinem Gepolter auf. Da trat der Esel dem Mann noch in den Po und der Hund bellte so laut, dass die Bäume wackelten und dem Mann die Ohren fast abfielen. Die anderen Räuber hörten den Hahn so laut krähen, dass ihnen das Trommelfell kaputt ging. Da glaubten die Räuber, dass es in diesem Haus wohl spuke und kehrten nie wieder zurück. Da legten sich die Tiere wieder gemütlich hin.

 

Es gefiel ihnen so gut in diesem Räuberhaus, dass sie lieber hier bleiben wollten, als nach Bremen zu ziehen. „Es ist zu schön hier“, sagte der Esel zur Katze. Die Katze miaute: „Ich finde es auch schön hier. Lasst uns bleiben und unser Leben genießen!“

Wir durften die Geschichten zu Erke Duits Kompositionen natürlich selbst vorlesen und genossen die Musik dazu:

Die Bremer Stadtmusikanten als Thema in den Unterrichtsgegenständen Bildnerische Erziehung und Textiles Werken:

Hier kannst du noch ein paar selbstgeschriebene Minidialoge nachlesen, die so auch zur Aufführung kamen:


Hahn: Kikeriki, kikeriki!
Esel:  Warum schreist du so?
Hahn: Die Hausfrau hat kein Erbarmen! Sie sagte zur Köchin, sie solle mich in der Suppe kochen!
Katze: Komm mit nach Bremen, wir werden Musiker!
Hund: Das ist besser als zu sterben!
Hahn: Ja, ich komme sehr gerne mit nach Bremen.


Esel:   Wie lange brauchen wir noch, bis wir in Bremen sind?

Hund:  Ich glaube wir schaffen es heute nicht mehr, es dämmert schon.

Hahn: Ich fliege schon einmal vor und suche einen Schlafplatz.

Katze: Ja, das ist eine gute Idee!

Hund:  Wau, darf ich auf deinen Rücken Esel?

Katze: Ja, darf ich auch?

Esel:   Nein, ich bin schon so müde!

Hahn:  Na endlich seid ihr da!



Hund: Ich möchte lieber hier bleiben, weil es so schön ist.
Esel:   Ja, ich auch!
Katze: Ich möchte auch bleiben, weil es so schön ist!
Hahn:  Ich auch!
Hund:  Herrlich, wie die Sonne scheint!
Hahn:  Ja, und wunderbar gemütlich ist es hier auch!

Katze:  Was siehst du Grauschimmel?
Esel:    Ich sehe einen reich gedeckten Tisch und vier Räuber!
Hund:  Kommt, wir machen einen Plan!
Hahn:  Ich habe eine Idee! Wir erschrecken sie!
Esel:    Ich stelle meine Hufe ans Fenster.
Hund:  Und ich springe auf dich drauf.
Katze:  Dann springe ich auf deinen Rücken.
Hahn:  Und dann fliege ich auf deinen Rücken.
Hund:  Und zusammen schreien wir auf drei!
Alle:    I A! I A!Wuff! Wuff! Wuff!Miau! Miau!Kikeriki! Kikeriki!


Esel:    Laufen wir in den Wald hinein?
Hund:  Das ist eine gute Idee!
Hahn:  Vielleicht finden wir eine Raststätte!
Katze: Miau! Da ist ein Hase!
Hase: Ich habe gehört, ihr sucht einen Platz zum Schlafen? Ihr könnt gerne bei mir übernachten!
Esel:    Ja, sehr gerne.
Hahn:  Gibt es was zu essen?
Hase:   Ja, natürlich!

 

Esel:    Du alter Schnabel, was krähst du denn so?
Hahn:  Morgen kommen Gäste und die Hausfrau hat kein Erbarmen. Deshalb hat sie der Köchin gesagt, dass sie mir den Kopf abschneiden soll! Deshalb krähe ich so lange wie ich noch kann!
Esel:    He! Langsam, langsam!
Hund:   Du armer Hahn!
Katze:  Komm mit nach Bremen, dort findest du keinen Tod.
Hahn:   Super!
Katze:  Lasst uns gehen!
Hund:   Wau, wau - genau!

Für den Musikunterricht haben wir die einzelnen Liedstrophen mit verteilten Rollen in kleinen Gruppen gemeinsam auswendig gelernt. Danach wurde gesungen, getanzt und mit unseren zum Teil selbst gebastelten Instrumenten oder auch den eigenen musiziert. Eh klar!

Dann beschäftigten wir uns noch ausgiebig mit den Räubern. Ob Räubergedicht, Räuberlied, Räubertanz oder das Spielen der feiernden Räuber, wie sie von den Stadtmusikanten aus ihrem Haus vertrieben wurden. Alles war dabei - einfach spaßig!

Jedes Instrument, das Erke Duit bei seinen Kompositionen verwendet hatte, bekam einen eigenen Steckbrief und stellte sich seinen Eigenschaften entsprechend selbst vor. Natürlich hielten zwei von uns auch ein Minireferat über den Komponisten Erke Duit. Außerdem haben wir zum Abschluss der Woche noch einen musikalischen Vorhang für unseren Vorraum gebastelt.

©Volksschule Eichenberg 2008 Letztes Update dieser Seite:
12. Dezember 2014