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Meilensteine der Schulgeschichte Damüls

 

Beim geschichtlichen Rückblick der örtlichen Schulentwicklung stieß ich auf 4 "Meilensteine". In erster Linie sind es räumliche Veränderungen, die sich positiv auf die Schulentwicklung auswirkten.


Bis zur Jahrhundertwende des 20. Jhdts. war in Damüls kein fixes Schulgebäude. Viele Kinder hatten auch nicht die Möglichkeit, einem geregelten Unterricht nachzukommen. Hauptsächlich waren es Kinder, deren Eltern in der Landwirtschaft tätig waren. Die Sprösslinge musste dort mithelfen.


Daneben gab es einige wenige „auserlesenen“ Kinder, die von einem Pfarrer, einem Lehrer, der gerade in Damüls verweilte oder einer Person im Schreiben und Rechnen unterrichtet, die dieser Fähigkeiten und Fertigkeiten mächtig zu sein  schien.

Die ersten Aufzeichnungen in der Schulchronik gehen auf 1906/07 zurück. In diesem Schuljahr besuchten 34 Kinder von der 1. bis zur 9. Schulstufe den Unterricht. Noch immer stand aber kein Schulhaus zur Verfügung. Großteils wurde in einem Zimmer des damaligen Gast- und Messmerhauses - heute: Hotel „Adler“ - unterrichtet. In den Zeiten, da kein Unterricht stattfand, wurde das „Klassenzimmer“ als Gaststube verwendet.


Schon  zur damaligen Zeit beklagten sich die Lehrer, die in Damüls unterrichten mussten, über die Zustände.

„Das Schulzimmer ist viel zu klein und entspricht in keiner Weise den gesetzlichen Vorschriften. Die Bänke sind die denkbar schlechtesten, die je in Schulen angetroffen werden. … Die Schuleinrichtung entspricht nicht den allergeringsten Anforderungen. … Die Schüler lernen und können nur sehr wenig, die Schule steht auf äußerst niedriger Stufe. Eine Besserung der Verhältnisse kann nur von einem Schulhaus-Neubau mit Lehrerwohnung erwartet werden.“ (Schulchronik: Josef Schmid; 1913)

 


1. Meilenstein: Das 1. Schulhaus

 

Am 24. Okt. 1921 war es soweit. Das im Walserstil erbaute „Schulhaus“ konnte eingeweiht werden. Geplant wurde es vom Architekten W. Braun aus Bregenz. Zur damaligen Zeit besaßen wenige einklassige Schulen ein so schönes Schulhaus. Dem Lehrer stand nun endlich eine geräumige Wohnung zur Verfügung. Bezahlt wurde das Schulhaus hauptsächlich durch großzügigen Spenden aus Deutschland, der Schweiz und Vorarlberg ( Schulbrotstiftung).


"Möge das neue Schulhaus auch beitragen zur Hebung der unterrichtlichen und erzieherischen Erfolge der Schüler und damit zur Erhaltung dieser Siedlung in dem einsamen Hochtale.“ (Vorarlberger Volksbote v. 26. Okt. 1921)


Bis zum Schuljahr 1962/63 wurde die „Volksschule mit Oberstufe“ in Damüls immer einklassig in diesem Gebäude geführt.

2. Meilenstein: Unterricht in 2 Gebäuden

 

In den Jahren 1960-62 wurde ein neues Mehrzweckgebäude für verschiedene Einrichtungen der Gemeinde gebaut. Unter anderem war auch ein Gemeindesaal integriert .


Als die Volksschule 1962 erstmals in der Schulgeschichte zweiklassig wurde, fand man im neu erbauten Gebäude für die Schüler der 4. bis 8. Schulstufe Platz.


Somit hatten die Schüler ab dem Schuljahr 1962/63 die Möglichkeit, den Gemeindesaal auch für schulische Zwecke zu nützen.

 


3. Meilenstein: Das "neue" Schulhaus

 

Im Jahre 1977 begann die Gemeinde – damaliger Bürgermeister Gustav Madlener – und Architekt Buck aus der Schweiz mit dem Umbau des inzwischen 17-jährigen Mehrzweckgebäudes, in welchem sich seit 1962 auch eine Klasse der Volksschule sowie der Gemeindesaal – Turnraum für die Schüler - befand. Die Gemeindevertretung hat mit viel Initiative diesen Umbau vollzogen, wobei Schulleiter Josef Abel (damals auch Vizebürgermeister) sich erfolgreich einsetzen konnte.


Das alte Schulhaus wurde unter viel Protest aus dem ganzen Land bzw. aus dem Ausland (Gäste) niedergerissen und im alten Baustil wieder aufgebaut. Heute befinden sich Institutionen der Gemeinde, die Bank, die Post und einige Gemeindewohnungen darin.


Im Februar 1978 zog die „Schule“ aus ihrem alten Schulhaus  in das „neue“ Mehrzweckgebäude der Gemeinde. „Das war für Lehrer und Schüler gleichermaßen ein freudvolles Arbeiten im neuen Schulhaus.“ (zit. Josef Abel; Chronik)

Zur Verfügung standen nun eine neue „Schulstube“ (zit. Josef Abel), ein gediegenes Lehrerzimmer, ein 2. Klassenraum und eine Direktion. Auch die sanitären Einrichtungen entsprachen endlich den Anforderungen der damaligen Zeit. Der Gemeindesaal stand ebenfalls – wie schon bisher – als Turnsaal zur Verfügung.

Bis 1988 leitete Josef Abel die in der Zwischenzeit wieder einklassige Volksschule in Damüls. Als Nachfolger kam Christian Sohm aus Höchst nach Damüls. Die Schülerzahl lag bei 24, was bedeutete, dass die Klasse geteilt werden konnte. Leider fand sich aber kein 2. Lehrer. Nach zweimonatiger Lehrertätigkeit in Damüls wurde er von mir abgelöst. Die Schülerzahlen lagen in den Folgejahren immer zwischen 19 und 26 Kindern, sodass die Schule gelegentlich auch zweiklassig geführt werden konnte. Die räumliche Einengung und ungemütliche Atmosphare beinflussten das Lernklima spürbar.

Im Jahr 1994/95 wurde durch das Durchbrechen einer Zwischenwand ein größerer Gruppenraum (= „Kleine Klasse“) geschaffen. Nun standen 2 Klassenräume zur Verfügung. Das Lehrerzimmer war zugleich die Direktion und fand im Lehrmittelzimmer sein „Notquartier“.

Als Werkraum diente ein kleines Zimmer unterhalb der Stiege, welches in früherer Zeit von der Bergrettung bewohnt wurde. Die Raummaße waren 4m x 4m, noch dazu ohne Tageslicht, Heizung und Lüftung.


4. Meilenstein: Der Schulumbau 2004

 

Die Notwendigkeit eines Um- oder Neubaues war längst gegeben.

 

ehem. VD Walter Giselbrecht

VS Damüls

©ARGEKleinschulen 2006 Letztes Update dieser Seite:
20. November 2012